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Auf den Punkt

 
  • Ein guter Ruf hilft Vereinen, neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen und hält die bestehende Community zusammen.
  • Das Image Ihres Vereins können Sie gezielt aufbauen und bewahren. Dazu gehört auch der konstruktive Umgang mit negativer Kritik.
  • Mit klaren Regeln, ehrlicher Kommunikation und einem offenen Ohr für die Mitglieder lassen sich viele Probleme verhindern, bevor sie eskalieren.
  • Bei Fake-Bewertungen oder falschen Behauptungen können Sie sich wehren – egal, ob mit der richtigen Strategie oder rechtlicher Unterstützung.
 

Von der Reputation zum Reputationsmanagement

Beginnen wir damit, die beiden Begriffe Reputation und Reputationsmanagement etwas genauer zu betrachten. Hier die Definition:

  • Mit Reputation ist grundsätzlich das öffentliche Ansehen oder Image einer Person, Organisation oder Marke gemeint. Im Kontext von Sportvereinen bezieht sich dies also auf die kollektive Wahrnehmung und Bewertung Ihres Vereins durch Mitglieder, Fans, Sponsoren und die breite Öffentlichkeit.
  • Das Reputationsmanagement ist darauf aufbauend der strategische Prozess, durch den Ihr Sportverein seine Wahrnehmung nach außen aktiv steuert, um diese zu verbessern.
 

Warum ist eine gute Reputation für Vereine wichtig?

Wie heißt es so schön: Ihr Ruf eilt Ihnen immer voraus. Wie Ihr Verein nach außen wahrgenommen wird, kann letztlich über den zukünftigen Erfolg oder eben auch Misserfolg entscheiden. Die Reputation spielt daher neben anderen Kriterien eine wichtige Schlüsselrolle für Sportorganisationen. Zur Veranschaulichung haben wir nachfolgend einige Beispiele für Sie.

Vorteile eines positiven Images:

  • Es fällt dem Verein leichter, neue Mitglieder anzuziehen, während bestehende Mitglieder loyal bleiben.
  • Sponsoren unterstützen bevorzugt Vereine mit einem guten Ruf, sodass ihr Name mit positiven Werten in Verbindung gebracht wird.
  • Auch in Krisenzeiten zählt Reputation, denn wer vorher ehrlich und zuverlässig war, bekommt eher eine zweite Chance.
  • Ehrenamtliche engagieren sich lieber für Vereine, die für ihre Werte und einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft bekannt sind.

Ohne den guten Ruf, oder wenn er sich dauerhaft verschlechtert, kann dies auch weitreichende negative Folgen nach sich ziehen. Zum Beispiel treten Mitglieder aus, weil sie sich nicht mehr mit dem Verein identifizieren wollen. Junge Talente suchen sich lieber einen Verein mit einem besseren Image und Eltern zögern, ihre Kinder anzumelden. Auch Sponsoren ziehen sich langsam, aber sicher zurück und lassen Verträge auslaufen, anstatt diese zu verlängern. All das kann finanzielle Einbußen erzeugen und im schlimmsten Fall droht die Insolvenz oder Auflösung des Vereins.

 

Was gehört eigentlich zum Reputationsmanagement im Verein?

Ein positives Image aufrechtzuerhalten, erfordert Transparenz, sportlichen Erfolg und ethisch richtiges Verhalten. Beim Reputationsmanagement zielen präventive Maßnahmen zur Reputationssicherung darauf ab, den aktuellen Ruf zu schützen. Gleichzeitig sollen mögliche Reputationsschäden durch klar definierte Regeln und Prozesse verhindert werden. Das geschieht, indem der Fokus kurz- bis mittelfristig gesetzt wird – also mit Maßnahmen, die sofort oder in absehbarer Zeit umgesetzt werden können. Dazu gehören:

  • Erstellung eines Verhaltenskodex für Mitglieder und Funktionäre
  • Kommunikationstrainings für Vorstände und andere Verantwortliche
  • Klare Guidelines für die Kommunikation auf Social-Media
  • Einführung von Beschwerdemanagement-Systemen
  • Krisenkommunikationspläne, die eine schnelle und koordinierte Reaktion ermöglichen
 

Bestehen diese Strukturen nicht, empfiehlt es sich definitiv, diese einzuführen. Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen e. V. bietet in vielen Bereichen Schulungen. In Kompaktseminaren können Sie sich unter anderem auch in den Themen Öffentlichkeitsarbeit oder Social-Media-Kommunikation weiterbilden.
Einen Onlinekurs zur Krisenkommunikation für Sportvereine bietet zudem der Hamburger Sportbund an.

 

Reputation bewahren: Wie der Verein mit negativen Situationen umgeht

Jeder Sportverein kann im Laufe der Zeit vor Herausforderungen stehen, die möglicherweise negative Auswirkungen auf das Image haben. Das reicht beispielsweise von unzufriedenen Mitgliedern, die ihren Frust vor Ort oder online kundtun bis hin zur Rufschädigung. In solchen Situationen heißt es stets, einen kühlen Kopf zu bewahren und professionell zu reagieren. Wir zeigen Ihnen ein paar praxisnahe Möglichkeiten, wie Ihr Verein souverän auf diese Probleme reagieren kann.

 

Wenn Eltern pöbeln – Deeskalation und Prävention

Stehen die eigenen Kinder beim Training oder einem Spiel auf dem Platz, können sich die Gemüter der dazugehörigen Eltern schnell erhitzen. Wenn sie dann noch lautstark Kritik üben oder aggressiv werden, belastet dieses Verhalten die Atmosphäre erheblich – erst recht, wenn der Verein ins Fadenkreuz von Beschimpfungen und Pöbeleien rückt.

Der erste Schritt besteht darin, ruhig zuzuhören und Verständnis zu zeigen. Lassen Sie sich nicht provozieren und nehmen Sie nichts davon persönlich. Am besten ist es, wenn ein geschulter Ansprechpartner das Gespräch mit klarer Kommunikation übernimmt und den Konflikt vor Ort entschärft. Es ist auch sinnvoll, etwaige Situationen nachzubereiten und das Verhalten zum Thema eines Elternabends zu machen. Binden Sie die Eltern aktiv in die Vereinsgemeinschaft mit ein, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich konstruktiv zu äußern. So schaffen Sie eine Kultur des Miteinanders. Parallel können auch Plakate in den Vereinsräumen oder ein gesonderter Bereich auf der Vereins-Website über Fairness und den respektvollen Umgang miteinander dabei unterstützen, eine klare Position zu beziehen.

Hilft alles nichts, bleiben Konsequenzen wie Verwarnungen oder der Ausschluss von Veranstaltungen oder dem Verein. Aber dies sollte der letzte Ausweg bleiben.

 

Verein erhält schlechte Google-Bewertungen – reagieren statt ignorieren

Negative Google-Bewertungen lassen sich kaum vermeiden. Sie bieten aber auch die Chance zur Verbesserung. In erster Linie muss hier zwischen ehrlicher Kritik als Form der Meinungsäußerung und falschen Tatsachenbehauptungen oder Beleidigungen unterschieden werden. Wie der Verein damit umgeht, hat letztlich auch Auswirkungen auf den Ruf. Deshalb hier ein paar Tipps:

  • Nicht jede negative Bewertung kann oder sollte gelöscht werden.
  • Antworten Sie neutral, bieten Sie eine Lösung an und verlagern Sie das Gespräch ins Private.
  • Vermeiden Sie voreilige rechtliche Schritte, um unnötige Aufmerksamkeit zu verhindern.
  • Dokumentieren Sie falsche negative Bewertungen mit Screenshots für den Fall einer späteren rechtlichen Auseinandersetzung.

Gut zu wissen: Lassen Sie sich von ein paar schlechten Bewertungen nicht ärgern. Ermutigen Sie hingegen regelmäßig Mitglieder dazu, eine positive Bewertung abzugeben. So können Sie das Vertrauen in den Verein authentisch stärken und das Image positiv beeinflussen.

Wie Sie eine Google-Bewertung löschen lassen können

Eine Bewertung kann entfernt werden, wenn sie beleidigend, verleumderisch oder rufschädigend ist. Dazu zählen unwahre Tatsachenbehauptungen und Fake-Bewertungen, also von Personen, die nie Mitglied im Verein waren und keine tatsächlichen Erfahrungen gemacht haben. Sie selbst können die Bewertung nicht ohne Grund löschen oder nur, weil sie mit dieser nicht einverstanden sind. Auch gibt es keinen „Bewertung löschen“ Button. Der richtige Weg ist, die negative Bewertung über Ihr Google-Unternehmensprofil zu melden und einen entsprechenden Grund auszuwählen. Anschließend entscheidet Google, ob der Eintrag gegen die Google-Richtlinien verstößt oder nicht.

Wenn das einfache Melden nicht zum Erfolg führt, reichen Sie eine ausführliche Beschwerde ein. Dazu können Sie das Google-Formular zur Entfernung von Inhalten aufgrund rechtlicher Verstöße nutzen. Hier müssen Sie jedoch begründen, wieso die Bewertung rechtswidrig ist. Holen Sie sich dazu in jedem Fall rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt, der die Lage bewerten und kommunizieren kann.

 

Rechtliche Schritte bei Rufschädigung gegen den Verein

Um gegen Rufschädigung vorzugehen, stehen Ihnen sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Maßnahmen zur Verfügung.

Im Zivilrecht können Sie mit einer Abmahnung und Unterlassungserklärung reagieren. Ziel ist es, das rufschädigende Verhalten schnell und ohne eine gerichtliche Auseinandersetzung zu beenden. Tätern wird also die Möglichkeit gegeben, das Verhalten zukünftig zu unterlassen. Wird darauf nicht reagiert und die Rufschädigung fortgesetzt, haben Sie die Möglichkeit im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes oder mit einer Unterlassungsklage gerichtlich vorzugehen. In schweren Fällen ist auch die Geltendmachung von Schadensersatz und Schmerzensgeld möglich.

Aus strafrechtlicher Sicht können Sie bei Übler Nachrede (§ 186 Strafgesetzbuch - StGB) oder Verleumdung (§ 187 StGB) Anzeige erstatten. Damit ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet werden kann, sollten Sie vorab alle möglichen Beweise sammeln. Dazu gehören beispielsweise Screenshots bei Online-Rufschädigung oder das Sichern von Zeugenaussagen. Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Anwalt beraten.

Vertrauen Sie auf die ARAG Sportversicherung

Wir stehen Vereinen zur Seite und sichern Ihnen rechtlichen Schutz, wenn es drauf ankommt. So können Sie sich aufs Wesentliche konzentrieren und Ihren Sportverein voranbringen.

 

Wie Sportvereine ihren guten Ruf langfristig aufbauen

Der Verein als Marke hilft dabei, langfristig ein gutes Image aufzubauen. Das geht weit über ein schönes Logo oder einen cleveren Slogan hinaus. Vielmehr benötigt der Sportverein eine Identität, mit der sich sowohl Mitglieder als auch Sponsoren und die Öffentlichkeit emotional verbunden fühlen. Die Entwicklung zieht sich in der Regel über Jahre, indem Sie sich durch klare Werte, eine definierte Mission und ein einheitliches positives Auftreten positionieren. Hier sind einige Schlüsselfaktoren für den nachhaltigen Markenaufbau:

  • Klare Werte und Identität definieren
    Ein Verein sollte sich immer fragen: Wofür stehen wir? Was unterscheidet uns von anderen? Diese Werte müssen authentisch und greifbar sein – sei es Fairness, Gemeinschaft oder Nachhaltigkeit.
  • Ein starker visueller Auftritt
    Ein einheitliches Erscheinungsbild erzeugt einen Wiedererkennungswert. Dazu zählen ein professionelles Logo, Vereinsfarben, eine ansprechende und stets gepflegte Website sowie konsistente Social-Media-Profile. So schaffen Sie in Ihrer Außenkommunikation ein einheitliches Bild, das Vertrauen weckt und die Zugehörigkeit stärkt.
  • Storytelling – Emotionen wecken durch Geschichten
    Menschen lieben Geschichten. Geben Sie dem Verein ein Gesicht und erzählen Sie alles über Erfolge, Herausforderungen und die Menschen dahinter. Ob es die inspirierende Laufbahn eines langjährigen Mitglieds oder ein besonderer Turniersieg ist – mit authentischem Storytelling verleihen Sie Ihrem Verein Persönlichkeit. Nebenbei bauen Sie so auch eine Community abseits der Vereinsräume auf.
  • Partnerschaften und öffentliche Präsenz stärken
    Die Kooperationen mit lokalen Unternehmen, Schulen oder Influencern kann helfen, den Verein in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Gehen Sie aktiv auf mögliche Kooperationspartner zu und kreieren Sie Projekte für die Gemeinschaft. Dieses Engagement kann neben finanzieller Unterstützung auch Ihre Glaubwürdigkeit und Reichweite erhöhen.

Vergessen Sie nicht: Der langfristige Aufbau einer Vereinsmarke erfordert Geduld und Engagement, aber die Investition zahlt sich aus und stärkt Ihre Reputation. Der Schlüssel liegt darin, authentisch zu bleiben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und die eigene Geschichte mit Stolz zu erzählen.

 

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